Institutskolloquium WS 2011
Bereits im vergangenen Semester haben wir begonnen, die Vortragsreihe des Kolloquiums mit einem Institutsforum einzuleiten, in dem Angehörige des Institutes aus ihre Aktivitäten berichten.
Diesmal werden Thomas Albert B.A. und Sebastian Hornung über ihre Teilnahme an den Geländeuntersuchungen des Sonderforschungsbereiches 806 „Our Way to Europe“ berichten, der seit 2 Jahren an der Kölner Universität besteht. Im Rahmen des Teilprojektes B1 „Eastern Trajectory: Last Glacial Paleogeography and Archaeology of the Eastern Mediterranean and of the Balkan Peninsula“ haben sie unter der Leitung von Dr. Daniel Schyle, Köln Fundstellen des späten Mittel- und des Jungpaläolithikums im Wadi Sabra, Jordanien dokumentiert. Die Geländeuntersuchungen beinhalteten Prospektionen, geoarchäologische Untersuchungen und Ausgrabungen in einem Gebiet, das als eine Schlüsselregion innerhalb der Ausbreitung des frühen modernen Menschen von Afrika nach Europa gelten darf.
Im zweiten Teil der Veranstaltung schildert Prof. Dr. Thorsten Uthmeier Eindrücke von der großen Sommerexkursion des Erlanger Instituts auf die Halbinsel Krim, Ukraine. Thematisch schließt dieser Vortrag insofern an den vorangegangenen an, als dass von hier die jüngsten Fundstellen des Neandertalers überhaupt bekannt geworden sind. Neben berühmten mittelpaläolithischen Fundstellen wie Kabazi II, Kabazi V oder Zaskalnaya standen auch wichtige jung- und spätpaläolithische Stationen wie Buran-Kaya III und Sjuren I auf dem Programm. Weitere Exkursionspunkte waren laufende Ausgrabungen an Festungsanlagen, die um Zuge der griechischen Kolonisation in einem engmaschigen System um den Hauptort Chersonesos errichtet wurden.
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