Startschuss für die rechen:werkstatt archäologie

Großer Andrang bei der ersten Lehrveranstaltung in der rechen:werkstatt.

07.06.2019 Der Studiengang „Archäologische Wissenschaften“ an der FAU macht einen weiteren bedeutenden Schritt, der eine den Anforderungen der heutigen Zeit angemessene Forschung und Lehre ermöglichen soll: Diese Woche startete der Vorlaufbetrieb der „rechen:werkstatt archäologie“, dem neuen PC-Pool für Archäoinformatik und Virtueller Realität der Archäologischen Wissenschaften. In diesem stehen zunächst vier, von den Instituten für Ur- und Frühgeschichte und Klassische Archäologie beschaffte Rechner für Lehrveranstaltungen, aber auch für den täglichen Bedarf der Studierenden zur Verfügung.  Zudem plant auch das Institut für Christliche Archäologie, sich an der neuen Einrichtung zu beteiligen.

Mehr als nur ein paar Computer

Die drei Teilbereiche der Archäologischen Wissenschaften, Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Christliche Archäologie bündeln mit dem neuen PC-Pool ihre Erfahrungen und auch Fragestellungen. So soll die Lehre in den Bereichen GIS, Datenbankmanagement und auch dem stark an Bedeutung gewinnenden Gebiet der virtuellen Rekonstruktion antiker oder prähistorischer Befunde, Objekte oder auch ganzer Gebäudeensembles voran getrieben werden. Programme wie QGIS, Metashape oder auch Blender und Voxler werden das gesamte Feld vom klassischen GIS über die Erschaffung dreidimensionaler Modelle bis hin zur Auswertung und Visualisierung komplexer Forschungsdaten abdecken.

Archäoinformatik als integraler Studieninhalt

Dies alles ist heutzutage nötig, um den Studierenden eine den Ansprüchen der modernen Berufswelt angemessene Ausbildung zu ermöglichen. Sie erhalten so  schon im Studium die Möglichkeit, sich mit den neuesten „Digitalen Aspekten” des Faches, deren Möglichkeiten, aber auch deren Grenzen vertraut zu machen. Die rechen:werkstatt archäologie ist somit ein weiterer, bedeutender Baustein in dem Plan, das Studium in Erlangen auch langfristig attraktiv zu halten.

Räumlichkeit mit Tradition

Bis auf Weiteres sollen die Rechner einen Platz in den Räumlichkeiten der Antikensammlung des Institutes für Klassische Archäologie finden. Die dortige Werkstatt war bislang schon ein Ort, an dem die Studierenden gemeinsam an „analogen“ Modellen und realen Fundstücken arbeiten konnten; diese Tradition führt nun die rechen:werkstatt archäologie mit modernsten Techniken in das 21. Jahrhundert weiter.

Öffnungszeiten

Momentan ist die rechen:werkstatt archäologie zu folgenden Zeiten für die Studierenden geöffnet:

Montags, 14:00-17:00
Dienstags, 10:00-12:00 und 13:00-16:00
Mittwochs,10:00-14:00
Donnerstags, 10:00-15:00

In Zukunft werden die Öffnungszeiten noch erweitert.