Kosbacher Altar

 

Bei seinen Ausgrabungen stieß Rudolf Herold am 28. August 1913 unmittelbar neben dem Grabhügel 9 auf eine annähernd quadratische Steinsetzung von rund 2x2 m Kantenlänge, die er als Altar interpretierte.

 

Der Kosbacher Altar besteht aus zwei Lagen von unregelmäßigen Sandsteinen. Die vier Ecken sind mit größeren, aufrechtstehenden Steinen markiert. In der Mitte stand ein Sandsteinblock von insgesamt 63 cm Höhe, in dem Herold eine phallusartige Stele zu erkennen glaubte. Er wurde als keltische Bildhauerarbeit in die „Anthropologisch-Prähistorische Sammlung“ der Universität Erlangen gebracht. Die übrigen Steine sind am Fundort bis heute erhalten geblieben.

 

Zwischen den beiden Steinlagen des Altars befanden sich die Scherben eines becherartigen Gefäßes der Frühlatènezeit. Der Altar wurde demnach in der letzten Phase der Bestattungen angelegt.

 

1980 wurden alle erhaltenen Teile in Kunstharz abgeformt und über dem Original aufgestellt.

 

1913

Mittelstein
Schnitt

2005

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