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Laugerie-Intermédiaire – Eine Opferstätte des
Magdalénien? 15.000 Jahre alte
Funde aus dem Tal der Vézère neu präsentiert in der Ur- und
Frühgeschichtlichen Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg. Eine Ausstellung der Ur-
und Frühgeschichtlichen Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg.
Alle Fotos und Zeichnungen befinden sich im Archiv der Ur- und Frühgeschichtlichen Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg. Weiterverwendung nur mit ausdrücklicher Genehmigung der UFG-Sammlung.
Unmittelbar vor Ausbruch
des Ersten Weltkrieges stieß der Schweizer Archäologe und Kunsthändler Otto
Hauser in Laugerie-Intermédiaire, dem zentralen Teil der weltberühmten
Fundstelle Laugerie-Haute bei Les Eyzies (Dordogne, SW-Frankreich) auf einen
merkwürdigen Befund. Unter einem gewaltigen Felsblock entdeckte er eine
mächtige Anhäufung von Geweihstangen und Tierknochen, Waffen und Geräten aus
Rengeweih, Knochen und Feuerstein. Die Funde lagen auf einem Platz von rund
15 Meter Länge und 8 Meter Breite. Er war von Felsbrocken eingefasst, die mit
Tierbildern und näpfchenartigen Vertiefungen ("Schalen") verziert
waren. Eine große, sorgfältig mit Flusskieseln gepflasterte Feuerstelle
bildete das Zentrum. Hauser erkannte in dem merkwürdigen Befund die
"Opferstätte" eines urzeitlichen Priesters. Prof. Dr. Leo Gerlach,
Gründer der Erlanger "Anthropologisch-Prähistorischen
Universitäts-Sammlung" erwarb bereits 1914 einen Großteil dieser Funde.
Darunter befinden sich z.T. einzigartige Objekte. Als Otto Hauser 1914
Frankreich verlassen musste, blieben die Steinblöcke und die Dokumentation in
Les Eyzies zurück. Sie gelten seitdem als verschollen. Auch die Erlanger
Funde gerieten in Vergessenheit, obwohl sie 1972 von Hans Geer in einer
umfangreichen Dissertation vorgelegt worden waren. Die Funde aus Laugerie-Intermédiaire
sollen in einer Sonderausstellung dem interessierten Publikum neu präsentiert
und der internationalen Forschung im Internet bekannt gemacht werden. |