Archiv der Kategorie: Vorträge

Neuigkeiten zu Vorträgen und Vortragsveranstaltungen des Instituts

Hauskolloquium des IZAW im Sommersemester 2015

Am Dienstag den 02.06 setzt sich Frau Prof. Mischka mit der Frage auseinander, wie die  Analyse alter DNS gezielt für die Archäologie eingesetzt werden kann.  Im Rahmen der Vortragsreihe des Interdisziplinären Zentrums „Alte Welt“, möchten wir Studierende und Interessierte gerne einladen.

Der Vortrag findet um 18 Uhr c.t. im Raum PSG II 2058 in der Kochstraße 4 statt.

Hier der Link zur Seite des IZAW mit den Vorträgen und Terminen.

6. Mai 2015: Julia Blumenröther: Die Mäanderhöhle – eine Analyse paläolithischer Höhlenkunst in Bayern

Paläolithische Höhlenkunst ist vor allem aus Westeuropa wie Frankreich und Spanien, aber auch aus England, Italien, Rumänien und dem Ural bekannt. Einen sicheren Beleg für paläolithische Höhlenkunst in Deutschland gibt es bislang nicht. Auch die seit 2011 einer breiten Öffentlichkeit bekannte Mäanderhöhle bei Bamberg konnte den wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standhalten. Mit Hilfe einer merkmalanalytischen Aufnahme sowie einer Mikroskopie der Spuren konnte festgestellt werden, dass die sog. „Linien“, die ursprünglich als paläolithische Gravierungen interpretiert wurden, zu einem großen Teil keine Gravierungen sein können und auf einen natürlichen Entstehungsprozess zurückgeführt werden müssen. Am Beispiel der Mäanderhöhle wird deutlich, wie wichtig der wissenschaftliche Umgang mit dem Thema Höhlenkunst – nicht nur in Deutschland – ist.

22. April 2015: Olaf Jöris & Sabine Gaudzinski-Windheuser: Frauenbilder der Altsteinzeit — Stile und Botschaften

joerisDarstellungen von Frauen stellen einen bedeutenden Teil im Corpus altsteinzeitlicher Kunst. Sie zeugen von der Selbstwahrnehmung des Menschen und der Auseinandersetzung mit der Frage nach seinem Platz in der Welt. Doch wurden in der Geschichte der Forschung zumeist recht stereotype Deutungen und Interpretationen der Frauendarstellungen der Altsteinzeit vorgelegt, die der beachtlichen Heterogenität der Abbildungen und Stile nicht gerecht werden. Während einige Darstellungen als mitunter recht detailgetreue Abbilder zu verstehen sind, galten andere Darstellungskonventionen unzweifelhaft der symbolhaften Vermittelung komplexer Inhalte und Botschaften. Der „Erfindung des Symbols“ kommt damit als „sozialer Kittmasse“ eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu: Und nicht zuletzt scheint auch der Erfolg der späteiszeitlichen Expansion im späten Magdalénien über ganz West- und Mitteleuropa wesentlich von Symbolen mitgetragen zu sein.

Interdisziplinärer Campustag am Freitag den 17. April 2015

Geoinformationssysteme helfen dabei, räumliche Informationen mit zusätlichen Daten zu verschneiden und zu analysieren. Einen Einblick in die Anwendungsgebiete von GIS konnten Studierende der Physischen Geographie und Kulturgeographie sowie der Archäologischen Wissenschaften der Universität Erlangen-Nürnberg beim diesjährigen ESRI-Campustag gewinnen.
Vormittags wurden in kurzen Vorträgen laufende und abgeschlossene Projekte aus den verschiedenen Disziplinen vorgestellt. Anschließend gab es Gelegenheit  sich bei ein paar Snacks und Kaffee auszutauschen. Der zweite Teil der Veranstaltung war den Workshops vorbehalten, die innhaltlich vom allgemeinen Umgang mit GIS-Software bis zum speziellen Gebrauch einzelner Funktionen reichten und auch sonst breit gefächert waren.

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19. November: Katalin Biró: Raw Materials in Time. A diachronic approach

biroRaw materials, their sources, accessibility and acquisition strategy are part of the ancestral knowledge of prehistoric people. This lore is among the wealth of intellectual knowledge of the population. At the same time, the location and accessibility of the raw material sources are, though not eternal but fairly stable; sources can be exploited for basically the same or widely different goals over long period of time. Weiterlesen

Einführungsveranstaltungen Wintersemester 2014/15

Die Einführungsveranstaltung für Erstsemester im Studiengang Archäologische Wissenschaften findet am 06.10.2014 von 10:00 bis 11:00 in der Gipsabgußsammlung, im Kellergeschoss der Kochstraße 4 statt.

Die Einführungsveranstaltung der Ur- und Frühgeschichte für die Lehrveranstaltungen im Wintersemester findet am 06.10.2014 von 14:00 bis 15:00h im Seminarraum des Instituts im zweiten Stock statt.

Prof. Dr. Friedericke Fless: Die Welt im Kopf. Orientierung in den Räumen der Antike

flessGoogle Earth und Navigationsgeräte sind zentrale Bestandteile unserer heutigen Orientierung im Raum. Die antike Welt kannte diese technischen Hilfsmittel nicht. Wie der antike Mensch den Raum um sich herum wahrnahm, welche Bilder er sich vom Raum machte und wie er dieses Wissen festhielt und bei der Gestaltung seiner Umwelt nutzte, wirft eine weitere Frage auf: Welche Welt hatte ein antiker Feldherr oder Politiker im Kopf, wenn er Entscheidungen traf? Die vernetzte Welt des Mittelmeerraumes wird hierzu die antiken Beispiele liefern.