Prof. Dr. Thorsten Uthmeier

uthmeier_fotoRaum: 2.016
Institut für Ur- und Frühgeschichte
Kochstr. 4/18 D-91054
Erlangen Tel: (09131) 85-22346
Fax: (09131) 85-26394
Mail: thorsten.uthmeier@fau.de

Sprechstunde: Dienstags, 14 – 16 Uhr

Hinweise zur Anfertigung von Referaten

 

Lebenslauf

1966
Geboren in Hilden/Westf.

1987 – 1995
Studium der Ur- und Frühgeschichte, Klassischen Archäologie und Soziologie an der Universität zu Köln

1995
Magister artium an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln

1995 – 1997
Promotionsstipendium der „Graduiertenförderung des Landes Nordrhein-Westfalen“

1998
Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln in den Fächern Ur- und Früh­ge­schichte (Hauptfach), Archäologie/Klassische Archäologie und Soziologie

1998 – 1999
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Archäologische Prospektion der Abbaukanten“ der Stif­tung zur Förderung der Ar­chäologie im Rheinischen Braunkohlerevier

1999 – 2009
Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln (Beamtenverhältnis auf Zeit; verantwortlicher Hochschullehrer: Prof. Dr. Andreas Zimmermann)

2005 – 2006
Vertretung des Lehrstuhls für Vorgeschichte (Prof. Dr. Jens Lüning) an der Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

2005
Preis der Offermann-Hergarten-Stiftung zur Förderung besonderer geisteswissenschaftlicher Leis­tungen an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln

2006
Habilitation an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln Thema der Habilitationsschrift: „Landnutzungsmuster im Mittelpaläolithikum der Halbinsel Krim, Ukraine. Ein Beitrag zur Ökonomie und Soziologie der Neandertaler“ Venia legendi für „Ur- und Frühgeschichte“

2007
Lehrstuhlvertretung am Department für Kulturwissenschaften und Altertumskunde der Ludwig-Ma­ximilians-Universität München, Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Pro­vin­zial­rö­mi­sche Archäologie (Lehrstuhl Prof. V. Bierbrauer)

2009 – 2010
Wiss. Mitarbeiter und Teilprojektleiter der Projekte B1, D1 und E1 im Sonderforschungsbereich 806 an der Universität zu Köln

seit 1.10.2010
Lehrstuhlinhaber am Institut für Ur- und Frühgeschichte der FAU Erlangen-Nürnberg

2012 – 2014
Sprecher des Departments Alte Welt und Asiatische Kulturen

2013 – 2015
Prodekan der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU

 

Mitgliedschaften

  • Hugo Obermaier-Gesellschaft für Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit e.V.
  • Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V.
  • Gesellschaft für Urgeschichte
  • Centre of Quarternary Science and Geoarcheology (QSGA)
  • Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg
  • Universitätsbund Erlangen-Nürnberg

Ämter

  • Präsident der Hugo Obermaier-Gesellschaft
  • Studienzuschuss-Beauftragter der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU
  • Mitglied der EDV-Kommission der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU
  • Mitglied des Vorstands des Interdisziplinären Zentrums Alte Welt und Asiatische Kulturen

Sonstiges

Fachgutachten u.a. für

  • Deutsche Forschungsgemeinschaft
  • Chinesisch-Deutsches Zentrum für Wissenschaftsförderung
  • FWF Wissenschaftsfond
  • Humboldt-Stiftung
  • Leakey Foundation
  • Swiss National Science Foundation
  • UNESCO
  • Mitglied der Evaluationsgruppe des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) des Wissenschaftsrates (2015)

Peer-Reviews u.a. für

  • Archäologisches Korrespondenzblatt
  • Anthropologie Brünn
  • Current Anthropology
  • Jahrbuch Quartär
  • Quarternary International

Projekte

1998 – 1999
Archäologische Prospektion der Abbaukanten
Gefördert durch die Stiftung zur Förderung der Archäologie im Rheinischen Braunkohlenrevier, gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Richter, Universität zu Köln

abbaukanten_02_klAnders als die zahl­reichen Sand- und Kies­gruben des Rhein­landes, die ledig­lich Funde ohne archäo­logischen Kon­text aus den Terras­senschot­tern von Rhein und Maas zu Tage för­dern, schneiden die Tagebaue des rheinischen Braun­koh­len­re­viers westlich von Köln mächtige Löss­ablage­rungen auf einer Länge von meh­reren Kilo­metern an. Nach­dem zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts der indus­tri­elle Abbau in kleinen bis mittel­großen Gruben erfolgte, sind es heu­te die drei Tage­baue Inden, Hambach und Graz­weiler, in denen auf Be­triebs­flächen von bis zu über 20 km² und in Teuf­tie­fen zwischen 160 m und über 300 m die Braun­kohlen­flöze ausge­beutet werden. Geolo­gische Auf­nahmen der Ab­bau­wän­de sowie Tie­fen­boh­rungen im Vor­feld der Tage­baue haben gezeigt, dass sich die Löss­deck­schich­ten im Be­reich des Süd­feldes des Tage­baus Garz­weiler beson­ders gut erhal­ten haben. Im Süd­feld von Garz­weiler lagern über den Schot­tern der jün­geren Haupt­ter­ras­se des Rheins, der vor mehr als 700.000 Jahren das Gebiet des Tage­baus durch­flossen hat, bis zu 20 m kalt­zeit­liche Lösse, die so­wohl durch warm­zeit­liche Böden, Humus­zonen und schwache kalt­zeit­li­che Boden­bildung als auch durch Schot­ter­lagen in sich ge­glie­dert sind. Dank der flächen­decken­den Doku­menta­tion der geo­lo­gi­schen Profile im Ta­ge­bau, die in Kombi­nation mit vielen wei­teren Auf­schlüs­sen in eine Stan­dard­ab­fol­ge der nie­der­rheini­schen Lösse mün­de­te, ist es möglich, die meisten Neander­taler-Fund­stellen aus Garz­wei­ler recht genau zu da­tie­ren. Eher unge­wöhn­lich ist dabei die vergleichs­weise hohe Fund­häufigkeit wäh­rend des ersten Kälte­höchst­standes der letz­ten Kalt­zeit vor 70.000 bis 60.000 Jahren (Iso­topen­stadium 4). Nicht weniger als acht Fund­punk­te datieren in eine Zeit, die noch bis vor wenigen Jahren als über­le­bens­feind­lich ange­sehen wurde. abbaukanten_03_kl

Neuer­dings wird jedoch davon ausge­gangen, dass sich das Klima in Europa nach dem Ende der letzten Warm­zeit we­ni­ger schnell – und weniger heftig – abge­kühlt hat, als man dies zuvor ange­nommen hatte. Während über Nord­a­me­ri­ka ein großes Eis­schild ent­stand, dürften die skandi­navischen Glet­scher in Europa kaum die Süd- und West­küste der Ostsee erreicht haben – vermut­lich sind sogar die hohen europä­ischen Gebir­ge wie die Pyre­näen und Al­pen eisfrei geblie­ben. Dem heutigen, vor allem auf grön­ländi­schen Eis­bohr­kernen beru­henden Kennt­nis­stand zu­fol­ge kam es nur während eines vergleichs­weise kurzen Abschnit­tes am Ende des 1. Kälte­maximums der letz­ten Kalt­zeit zu hoch­arkti­schen Bedin­gungen, die je nach Ent­fernung zu den Glet­schern eine Eis­wüste oder eine of­fene Tun­dren­land­schaft zur Folge hatten. Diese im Ver­gleich zu frü­heren Annah­men günsti­geren klima­tischen und ve­ge­ta­tions­ge­schicht­li­chen Bedin­gungen schlagen sich auch in den Löss­profi­len aus dem Tage­bau Garz­weiler nie­der, wo vier schwa­che Boden­bil­dungen von einem Still­stand der Lössan­wehung zeugen. Geolo­gisch handelt es sich um „Nass­bö­den“, die in dem wasser­gesättig­ten aufge­tauten oberen Abschnitt des Perma­frostes entstanden sind. Aus die­sen Böden, vor allem aber aus den Sanden und Schot­tern gleich­zeitig existierender Bachbetten stam­men zahl­rei­che Artefakte und Faunenreste. Die Gewässer lassen sich als flache, weit verzweigte Bach­läufe re­kon­stru­ie­ren, welche die auf dem tief­gründigen Perma­frost stau­enden Ober­flächen­wasser abführ­ten.

Uthmeier, Th., Kels, H., Schirmer, W. & Böhner, U. (2011). Neanderthals in the cold: Middle Palaeolithic sites from the open-cast mine of Garzweiler, Northrhine-Westfalia (Germany). In N. J. Conard & J. Richter (Hrsg.), Neanderthal lifeways, Subsistence and Technology (S. 25-42). Dordrecht: Springer.

2000 – 2006
Funktionale Variabilität im späten Mittelpaläolithikum der Halbinsel Krim, Ukra­ine
DFG-Sachmittel-Projekt zusammen mit Prof. Dr. Jürgen Richter, Universität zu Köln

krim_01Mit über 100 Fund­stellen aus dem Zeit­raum zwischen 125.000 und 30.000 Jahren vor heute, die sich allesamt entlang der 2. Schicht­stufe des Krim-Gebir­ges befinden und konven­tionell vier verschie­denen In­ven­tar­ty­pen zuge­ordnet werden, bietet die Krim-Halb­insel die Mög­lich­keit, auf einer Fläche von nur 420 km² der Frage nach der Lebens­wei­se der späten Nean­der­taler sowie der Varia­bili­tät seiner ma­te­riel­len Hinter­lassen­schaf­ten nachzugehen. Im Rahmen des DFG-Projek­tes „Funk­tionale Variabi­lität im späten Mittel­paläo­lithi­kum auf der Halb­insel Krim, Ukraine“ werden seit 1999 ins­gesamt acht Fund­stel­len – darunter so berühmte, seit langem bekannte Statio­nen wie Sta­ro­sel’e, Chokur­cha oder Kiik-Koba, aber auch neu ent­deck­te Plätze wie Kara­bi-Tam­chin oder Kara-Bey – durch das Insti­tut für Ur- und Früh­ge­schich­te der Univer­sität zu Köln und die Krim-Abtei­lung der Ukra­i­ni­schen Akade­mie der Wissen­schaften in Simfe­ropol einge­hen­der unter­sucht. Dank außer­ordent­lich guter Erhal­tungsbe­dingun­gen in lan­gen, chrono­logisch hoch auflö­senden Abfol­gen, der konse­quenten Ein­bin­dung natur­wissen­schaft­licher Ana­lysen (Groß­säu­ger- und Klein­säu­ger­fau­na, Mollus­ken, Pollen, phy­sikali­sche Datie­rungs­methoden) so­wie, neuer Metho­den in der Ana­lyse der Steinarte­fakte (Werk­stücks­ortie­rung, Trans­forma­tions­analyse, Arbeits­schritt­analyse) kön­nen zeit­gleiche Fund­stellen mit­einan­der vergli­chen und auf mög­li­che funk­tionale Zu­sam­men­hänge hin durch­sucht werden.

Chabai, V. P. & Uthmeier, Th. (2006). Settlement systems in the Crimean Middle Palaeolithic. In V. P. Chabai, J. Richter & Th. Uthmeier (Hrsg.), Kabazi II: 70 kyr after the last interglacial (S. 297-359). Simferopol: Shlyakh. PDF

seit 2008
Grabungen an der Magdalénien-Freilandfundstelle Bad Kösen-Lengefeld (Sachsen-Anhalt)
gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Richter, Universität zu Köln, und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen Anhalt

Abb_1aIm Rahmen des Projektes wird die Mag­da­lé­nien-Freilandstation Bad Kö­sen-Lengefeld nahe Naum­burg/Saale durch Lehr­gra­bun­gen untersucht. Paral­lel hierzu sollen Daten sowohl aus der Literatur als auch aus Pros­pek­tions­maß­nah­men des im Saale-Unstrut-Gebiet dazu beitragen, den räumlich-funk­tio­na­len Kon­text des Platzes zu erklären.Die Magdalénien-Fundstelle Bad Kösen-Lengefeld liegt etwa 2 Kilometer südlich vom Ortskern Bad Kö­sen entfernt am linken, nördlichen Ufer der Saale auf einem Gelände­sporn, der durch einen Muschelkalkfelsen ge­bil­det wird. Der Flusslauf der Saale hat sich an dieser Stelle tief in die Land­schaft einge­schnitten, so dass zu bei­den Sei­ten Steil­hänge und – entlang der Prallhänge – nahezu vertikale Fels­wän­de aufragen. Das Fund­areal befin­det sich am süd­west­li­chen Rand einer zum Son­nen­bo­gen hin of­fe­nen Stufe, die sich unmit­telbar an eine enge Fluss­schlei­fe anschließt, welche die alt­be­kann­te Mag­da­lé­nien-Fund­stelle Saaleck um­schließt. Der Platz Abb_1cwurde durch V. Töpfer, W. Matthias und F. Waih in den 1950er Jahren entdeckt. Unter den zuletzt durch D. Ma­nia geborgenen Ober­flä­chen­fun­den be­fin­den sich des Weiteren neben einigen mög­li­cher­wei­se bearbeiteten Geröllen zahlreiche, teilweise mit Ritzlinien versehene Stein­plat­ten sowie wenige Pferdezähne. Zur Klärung des Kontextes der Oberflächenfunde wur­den im Grabungsjahr 2008 Strategien verfolgt, die einer Klärung der groß­flä­chi­gen Zusammenhänge dienten (geomagnetische Prospektion, systematische Son­da­gen) und durch Ausgrabungen von Teilflächen seit 2009 ergänzt werden.

 

Weitere Informationen zum Projekt in Bad Kösen-Lengefeld enthalten die untenstehenden Poster.

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Uthmeier, Th. & Richter, J. (2012). Die Ausgrabungen der Universität zu Köln an der Magdalénien-Freilandfundstelle Bad Kösen-Lengefeld: Ein Vorbericht. In H. Meller (Hrsg.), Zusammengegraben – Kooperationsprojekte in Sachsen-Anhalt. Tagung vom 17. bis 20. Mai 2009 im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) (Archäologie in Sachsen-Anhalt, Sonderband 16) (S.27-39). Halle: Landesmuseum für Vorgeschichte.

seit 2013
Die Ausbreitung des modernen Menschen in ein osteuropäisches Rückzugsgebiet des späten Neandertalers
DFG-Sachmittel-Projekt in Kooperation mit der Krim-Abteilung des Archäologischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Ukraine und in Zusammenarbeit mit den Universitäten Bayreuth, Tübingen, Greifswald und Zürich.

129Bisherigen Überlegungen zufolge führt die früheste Ausbreitung des modernen Menschen nach Eurasien in ganz Europa mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel südlich des Ebro zu einem vergleichsweise raschen Verschwinden des Neandertalers. Als wichtige Ursachen werden schnelle Klimawechsel und Konkurrenz bei nahezu identischen Umweltansprüchen angesehen. Obwohl der Datenbestand von der Krim dieser Hypothese widerspricht, wurde dieser Region in der Debatte um potentielle Rückzugsgebiete des Neandertalers und deren Rolle bei der Ausbreitung des modernen Menschen wenig Aufmerksamkeit zuteil. Von der Krim stammen nicht nur außerordentlich spät datierte Fundstellen des Neandertalers, sondern auch Hinweise auf eine Gleichzeitigkeit dieser Plätze und Inventaren des modernen Menschen. Zum jetzigen Zeitpunkt stützt sich dieses europaweit einzigartige Szenario allerdings auf radiometrische Minimalalter. Darüber hinaus sind die bisherigen Erkenntnisse sowohl zum spätesten Mittelpaläolithikum als auch zum frühen Jungpaläolithikum im Hinblick auf Steingeräte-Technologie und Landnutzungsmuster lückenhaft. Durch Nachgrabungen an drei Fundstellen versucht das hier beantragte Projekt zum einen, die genannten Lücken durch Feldforschungen zu schließen. Zum anderen werden bereits ergrabene Steingeräte-Inventare dreier weiterer Fundstellen erneut analysiert und absolut datiert. Bei den Ausgrabungen werden neben mikromorphologischen Untersuchungen und der Analyse von Pollen, Kleinsäugern und Mollusken auch Pilotstudien zu molekularen und paläomagnetischen Proxies durchgeführt. Eine Überprüfung der bestehenden absoluten Chronologie erfolgt durch neue Radiokarbon-Messungen an einem breiteren Spektrum an Materialien, die den jüngst entwickelten Verfahren der Probenreinigung zugeführt werden. Ergänzend hierzu zielen die Ausgrabungen auf die Lokalisierung unabhängiger stratigraphischer Marker in Form von Tephren. Vergleichende archäologische Untersuchungen konzentrieren sich auf den Aspekt der Anpassung von Ausrüstung und Landnutzungsmuster an wechselnde Umweltbedingungen. Grundlage bilden hierbei Untersuchungen zu den Steinartefakten sowie archäozoologische Analysen der Großsäugerfauna. Die zu erwartenden Ergebnisse des Projektes werden einen wichtigen Beitrag zum grundsätzlichen Verständnis des Überlebens und Aussterbens der letzten Neandertaler sowie zur Ausbreitung des modernen Menschen in das westliche Eurasien leisten.

seit 2013
Interdisziplinäre Untersuchungen der Mäanderhöhle
gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und dem NeanderthalMusuem.

seit 2015
Kulturelle und biologische Transformationen im späten Mittelpleistozän (420-200 ka) der Qesem Cave, Israel: Untersuchungen zur Homininen-Entwicklung in der Levante nach der Zeit des Homo erectus
DFG-Kooperations-Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Abraham Gopher und Prof. Dr. Ran Barkai, Faculty of Humanities, Department of Archaeology and Ancient Near Eastern Cultures, Tel Aviv University

Die Quesem Cave von der anderen Seite der Autobahn aus gesehen

Die Quesem Cave von der anderen Seite der Autobahn aus gesehen

 

 

 

 

 

 

 

Die in der Nähe von Tel Aviv, Israel gelegene Höhlenfundstelle Qesem Cave ist eine außergewöhnlich gut erhaltene Station des späten Mittelpleistozäns, deren archäologischen Horizonte absoluten Daten zufolge im Zeitraum zwischen 420.000 und 200.000 Jahren zur Ablage gekommen sind. Die bisher geborgenen Steingeräte-Inventare gehören in das Acheulo-Yabrudien des ausgehenden Altpaläolithikums in der Levante. Innerhalb der Region folgt das Acheulo-Yabrudien stratigraphisch regelhaft auf das Acheuléen und wird von Fundschichten des Mittelpaläolithikums überdeckt.

 

Florian Sauer bei der Aufnahme des "Shelfs" über dem jetzigen Höhleneingang.

Florian Sauer bei der Aufnahme des „Shelfs“ über dem jetzigen Höhleneingang.

Avi Gopher und Thorsten Uthmeier beim Durchsieben des Abraums.

Avi Gopher und Thorsten Uthmeier beim Durchsieben des Abraums.

Neue Untersuchungen an menschlichen Zähnen, die im letzten Jahrzehnt aus der Abfolge der Qesem Cave geborgen werden konnten, ergaben als Träger des Acheulo-Yabrudien eine unbekannte Homininenart, die bei enger Verwandtschaft mit dem modernen Menschen gesichert jünger als Homo erectus ist. Zur Untersuchung dieses für die Evolutionsgeschichte des Menschen so wichtigen, aber weitestgehend unbekannten Abschnittes bietet die Qesem Cave ideale Bedingungen: zu dem großen Fundreichtum an Artefakten und Resten der Jagdfauna treten große Mengen an Kleinsäugern und Reptilien sowie zum Teil komplexe Feuerstellenbefunde. Die guten Erhaltungsbedingungen ermöglichen eine Rekonstruktion der jeweiligen Umwelt und die darauf ausgerichteten Anpassungsstrategien der neu in der Levante auftretenden Homininenart.

Der Schwerpunkt der Untersuchungen in der  Qesem Cave liegt auf dem Kontext des Beginns der Anwesenheit der neuen Homininenart in der Levante sowie des Übergangs zum nachfolgenden Mittelpaläolithikum und auf der Frage nach der kulturellen Variabilität der archäologischen Hinterlassenschaften. Ausgrabungen in noch unberührten liegenden und hangenden Sedimenten der Höhlenfüllung zielen zum einen auf eine Klärung des Verhältnisses zwischen dem Acheulo-Yabrudien und dem vorangegangenen Acheuléen bzw. des nachfolgenden Moustérien. Zum anderen soll durch die Aufdeckung einer größeren Fläche um einen etwa 300.000 Jahre alten Feuerstellenbefund, in dessen Peripherie Konzentrationen mit unterschiedlichen Industrien des Acheulo-Yabrudien angeschnitten wurden, die Frage nach der kulturelle Einheit dieses Komplexes beantworten. Hierzu werden, wie für die gesamten ergrabenen Steingeräteinventare, Rekonstruktionen der Operationsketten unter besonderer Berücksichtigung von Nachschärfungen und Recycling angestrebt, die durch Untersuchungen der Gebrauchsspuren und Jagdbeutereste ergänzt werden.
Das angestrebte Projekt ist interdisziplinär angelegt und umfasst neben Ausgrabungen Untersuchungen zur Geoarchäologie, zur Umwelt, zur Anpassung des Menschen anhand von Jagdbeuteresten und Steinartefakten sowie absolute Datierungen. Zusammenfassend beschäftigt sich das Projekt mit einer für die Herausbildung des modernen Menschen wichtigen Phase vor 400.000 bis 200.000 Jahren, in der Homo erectus in der Levante verschwand und durch eine neue, unbekannte Homininenart ersetzt wurde.

 seit 2015
GIS-basierte Rekonstruktionen spätpaläolithischer Landnutzungsmuster der nordostbayerischen Mittelgebirgszone“
DFG-Sachmittel-Projekt

Aus dem Spätpaläolithikum der nordostbayerischen Mittelgebirgszone liegen 100 Fundstellen vor, die sich auf ganz unterschiedliche Naturräume verteilen. Die topographischen Charakteristika der Fundstellen sowie eine exemplarische Aufnahme von Steingeräteinventaren ermöglichen unter Einsatz von Geostatistiksoftware die Rekonstruktion verschiedener Parameter der Raum- und Ressourcennutzung der spätpaläolithischen Jäger und Sammlergruppen. In die Untersuchungen fließt neben der Analyse der für die Lagerplatzwahl relevanten Merkmale der Fundplatzumgebung die Modellierung des Bioressourcenpotential im Einzugsbereich einer Fundstelle bzw. einer Fundstellengruppe ein. Mit dieser innovativen Methode ist es möglich, die Tragfähigkeit der jeweiligen Habitate unabhängig von archäologischen Fundstellendaten (wie etwa Faunenreste oder Holzkohlen bzw. Pollen) großflächig und auch für fundleere Gebiete abzuschätzen. Aufgrund der Variabilität der Naturräume innerhalb des Arbeitsgebietes ist zu erwarten, dass dem Bioressourcenpotential bei der Verteilung der Fundstellen und ihrer Funktion ein hohes Erklärungspotential zukommt. Über die Steingeräte-Inventare und die Untersuchung lokaler und ortsfremder Silexrohmaterialien wird versucht, die Funktion der Fundstellen und die Bewegungsmuster der Federmesser-Gruppen zu entschlüsseln. Aus der Synthese der Einzelergebnisse – Landnutzungsmuster, potentielle Bioressourcen, Rohmaterialbeschaffung und Werkzeuginventare – wird schließlich ein Modell spätpaläolithischer Landnutzung erstellt, das im Wesentlichen auf quantitativen Daten basiert.

 

Betreute Arbeiten

Promotionen, abgeschlossene

S. Heidenreich – Landnutzungsmuster, Subsistenzverhalten und Weitergabe technologischen Wissens bei späteiszeitlichen Jägern und Sammlern ‚Beringias‘, (abgeschlossen)

Promotionen, laufende

A. Adaileh – Die Magdalénien-Freilandstation Kuffing, Stadt Vilshofen, Landkreis Passau, Bayern (Arbeitstitel; Zweitbetreuerin: Prof. D. Mischka)

L. Geyer – Die Steinartefakte aus dem Klausenhöhlenkomplex bei Neuessing, Ldkr. Kelheim, (Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes: Zweitbetreuerin: Prof. D. Mischka)

J. Kuper – The Epipaleolithic Reoccupation of the Eastern Sahara and ist North African Background (Arbeitstitel; Zweitbetreuer: Prof. J. Richter, Köln)

F. Sauer – Das Spätpaläolithikum in Bayern – Chronologie, Formenkunde und Landnutzung (Arbeitstitel, Zweitbetreuerin: Prof. D. Mischka)

N. Thompson – Diachronic Analysis of Lithic Raw Material Types from the Palaeolithic Assemblages of Klissoura Cave 1, the Northern Argolid, Greece (Zweitbetreuerin: Prof. D. Mischka)

Abgeschlossene Magisterarbeiten

A. Adaileh – Die Oberflächenfunde der Magdalénien-Freilandstation Bad Kösen-Lengefeld aus dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle.

H. Decker – Die Oberflächenfunde von Bad-Kösen-Lengefeld aus der Sammlung Dietrich Mania.

S. Eslah – Die Steinartefakte vom Burgberg in Iserloh-Letmathe, Märkischer Kreis.

L. Geyer – Die magdalénienzeitlichen Funde von Barbing A, Ldkr. Regensburg.

J. Kuper – Dora 42/8 – ein epipaläolithischer Siedlungsplatz in der Libyschen Sahara.

F. Sauer – Die Steinartefakte aus der Tunnelhöhle bei Sinzing, Ldkr. Regensburg.

A. Semke – Angelhaken des nordosteuropäischen Mesolithikums am Beispiel der Butovo-, Kunda- und Veret´e-Kultur.

K. Seufert – Zu Kontext und Bedeutung bronzezeitlicher Glasperlen in Süddeutschland und angrenzenden Gebieten.

S. Hornung – Die Steinartefakte des Michelsberger Erdwerkes Inden 9, Kreis Düren aus der Grabung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland (2004)

Abgeschlossene Masterarbeiten

T. B. J. Albert – Die Silexartefakte aus dem Nordschnitt der Magdalénien-Freilandstation Bad Kösen-Lengefeld

S. Schrödel – Die Schlagsteine aus dem G-Schichten-Komplex der Sesselfelsgrotte, Ldkr. Kelheim

S. B. Spiegel – Vergleichende paläoanthropologische Untersuchungen zur Ernährung prähistorischer Jäger und Sammler am Übergang vom Pleistozän zum Holozän

D. Weixler – Paläoökologische Rekonstruktionen am Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum der Halbinsel Krim, Ukraine am Beispiel der Fundstellen Kabazi II und Siuren I.

Abgeschlossene Bachelorarbeiten

A. Apostol – Prä-Clovis-Fundstellen aus Nordamerika? Eine Studie zur frühesten Besiedlung des amerikanischen Kontinents

J. Blumenröther – Die Mikrolithen aus dem Mesolithikum des Abri Pfaffenholz

S. Dziwis – Das Fundmaterial der Seeufersiedlung Konstanz-Hinterhausen. Eine Station des UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen.

T. Ehrlein – Die Steinartefakte aus Laugerie-Basse in der Sammlung der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg.

P. Hänsel – Die Artefakte aus dem Jungpaläolithikum von La Soquette in der Sammlung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

C. Hendrich – Rekonstruktionsmöglichkeiten von Keramik.

S. Kosmin – Paläolithische und neolithische Oberflächenfunde vom Limmenberg.

P. J. Kuhn – Untersuchungen zur Mumienhand AE723 aus dem ´ägyptischen´ Fundbestand aus der Prähistorischen Sammlung der Friedrich- Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

K. Kulhanek – Das Abri Fongal unter besonderer Berücksichtigung der Steinartefakte aus der prähistorischen Sammlung der Universität Erlangen.

M. C. López Sosa – Die Genese der ältesten Fundstellen auf der Iberischen Halbinsel – Eine kritische Revision der Prozesse der Fundplatzentstehung.

J. Reisenhauer – Ein Grabhügel der älteren vorrömischen Eisenzeit aus der Nekropole von Hilpoltstein, Ldkr. Roth, Mittelfranken.

K. Rottner – Fundstellen mit Blattspitzen in Bayern – Eine kommentierte Kartierung.

R. Schwope – Klangerzeugung in der Urgeschichte: Diachrone Betrachtungen zur zur Verwendung verschiedener Materialien der Herstellung der Instrumente.

C. Staudt – Die Steinartefakte aus Laugerie-Haute in der Sammlung der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg.

M. Weber – Vergleichende Untersuchungen zu prähistorischen Tätowierungen

Publikationsverzeichnis

Monographien

Demidenko, Y. E. & Uthmeier, Th. (2013). Kiik-Koba Grotto, Crimea (Ukraine): Re-analysis of a key site of the Crimeqan Micoquian (Kölner Studien zur Prähistorischen Archäologie 3). Rahden: Leidorf. PDF Preview

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Uthmeier, Th. (2004). Micoquien, Aurignacien und Gravettien in Bayern: eine regionale Studie zum Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum (Archäologische Berichte 18). Bonn: Habelt.

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Herausgeberschaften

Feldmann, S. & Uthmeier, Th. (Hrsg.). (2013). Gedankenschleifen. Gedenkschrift für Wolfgang Weißmüller (Erlanger Studien zur Prähistorischen Archäologie 1). Erlangen: Dr. Faustus.ESPA1_A4_25MM_Anthrazit_Front

Chabai, V. P., Richter, J. & Uthmeier, Th. (Hrsg.). (2008). Kabazi V: Interstratification of Micoquian and Levallois-Mousterian camp sites, Part II (The Palaeolithic Sites of Crimea, Vol. 4). Simferopol: Shlyakh. PDF

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Chabai, V. P., Richter, J. & Uthmeier, Th. (Hrsg.). (2007). Kabazi V: Interstratification of Micoquian and Levallois-Mousterian camp sites, Part I (The Palaeolithic Sites of Crimea, Vol. 3). Simferopol: Shlyakh. PDF

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Chabai, V. P., Richter, J. & Uthmeier, Th. (Hrsg.). (2006). Kabazi II: 70.000 Years after the last Interglacial (The Palaeolithic Sites of Crimea, Vol. 2). Simferopol: Shlyakh. PDF

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Chabai, V. P., Richter, J. & Uthmeier, Th. (Hrsg.). (2005). Kabazi II: Last interglacial occupation, environment and subsistence (The Palaeolithic Sites of Crimea, Vol. 1). Simferopol: Shlyakh. PDF

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 Habilitation

Uthmeier, Th. (2006). Landnutzungsmuster im Mittelpaläolithikum der Halbinsel Krim, Ukraine: Ein Beitrag zu Ökonomie und Soziologie der Neandertaler. (Ungedruckte Habilitationsschrift), Universität zu Köln.

Magisterarbeit

Uthmeier, Th. (1994). Vier Fundplätze vom Keilberg/Stadt Regensburg und der Beginn des Jungpaläolithikums in Bayern. (Ungedruckte Magisterarbeit), Universität zu Köln. PDF


 Artikel (peer-reviewed)

2016

Uthmeier, Th. (2016): Neanderthal Utilitarian Equipment and Group Identity: The Social Context of Bifacial Tool Manufacture and Use. In: Haidle. M., Conard, N. & M. Bolus (Hrsg.): The Nature of Culture.  Vertebrate Paleobiology and Paleoanthropology Series, 65-77. Springer Press.

2015

Kulakovska, L., Usik, V., Haesaerts, P., Ridush, B., Uthmeier, Th. und Th. Hauck (2015): Upper Paleolithic of Middle Dniester: Doroshivtsi III site. Quaternary International 359-390, 347-361.

Lowe, J. J. et al. (2015): The RESET project: Constructing a European tephra lattice for refined synchronisation of environmental and archaeological events during the last c. 100 ka. Quaternary Science Reviews 118, 1-17.

2014

Sitlivy, V., Chabai, V. P., Anghelinu, M., Uthmeier, T., Kels, H., Niţă, L. Băltean, I., Veselsky, A.  & C. Ţuţu (2014): Preliminary reassessment of the Aurignacian in Banat (South-western Romania). Quaternary International 351, 193-212.

2013

Schmidt, C., Sitlivy, V., Anghelinu, M., Chabai, V.P., Kels, H., Uthmeier, Th., Hauck, T., Baltean, I., Hilgers, A., Richter, J. & Radtke, U. (2013). First chronometric dates (TL and OSL) for the Aurignacian open-air site of Românesti-Dumbravit, a I, Romania. Journal of Archaeological Science , 40, 3740-3753.

2012

Anghelinu, N., Nita, L., Sitlivy, V., Uthmeier, Th. & Baltean, I. (2012). Looking around Pestera Cu Oase: The beginnings of Upper Paleolithic in Romania. Quaternary International, 274, 136-157.

Sitlivy, V., Chabai, V. P., Anghelinu, M., Uthmeier, Th., Kels, H., Hilgers, A., Schmidt, C., Nita, L., Baltean, I., Veselsky, A. & Hauck, T. (2012). The earliest Aurignacian in Romania: New investigations at the open air site of Românesti-Dumbravita I (Banat). Quartär: Internationales Jahrbuch zur Eiszeitalter- und Steinzeitforschung, 59, 85-130.

2011

Uthmeier, Th., Kels, H., Schirmer, W. & Böhner, U. (2011). Neanderthals in the cold: Middle Palaeolithic sites from the open-cast mine of Garzweiler, Northrhine-Westfalia (Germany). In N. J. Conard & J. Richter (Hrsg.), Neanderthal lifeways, Subsistence and Technology (S. 25-42). Dordrecht: Springer.

2010

Uthmeier, Th. & Chabai, V. P. (2010). Neanderthal subsistence tactics in the Crimean Micoquian. In N. J. Conard (Hrsg.), Settlement Dynamics of the Middle Paleolithic and Middle Stone Age, Volume III (S. 195-234). Tübingen: Kerns.

2008

Uthmeier, Th., Ickler, S. & Kurbjuhn, M. (2008). Site catchment Analysis in the Late Crimea Middle Palaeolithic: a GIS Based Approach. In V. P. Chabai, J. Richter & Th. Uthmeier (Hrsg.), Kabazi V: Interstratification of Micoquian and Levallois-Mousterian camp sites, Part II (S. 481-508). Simferopol: Shlyakh. PDF

2006

Uthmeier, Th. (2006). Kabazi II, Unit II, Level 8C: Transformation of raw material at a Middle Paleolithic kill and butchering site in Crimea, Ukraine. In V. P. Chabai, J. Richter & Th. Uthmeier (Hrsg.), Kabazi II: 70 kyr after the last Interglacial (S. 169-195). Simferopol: Shlyakh. PDF

Uthmeier, Th. (2006). Stone tools, horses and cognition: transformation of lithic raw materials at the middle Palaeolithic open air kill and butchering site of Kabazi II, Level III/1. In V. P. Chabai, J. Richter & Th. Uthmeier (Hrsg.), Kabazi II: 70 kyr after the last interglacial (S. 253-269). Simferopol: Shlyakh. PDF

Chabai, V. P. & Uthmeier, Th. (2006). Settlement systems in the Crimean Middle Palaeolithic. In V. P. Chabai, J. Richter & Th. Uthmeier (Hrsg.), Kabazi II: 70 kyr after the last interglacial (S. 297-359). Simferopol: Shlyakh. PDF

2005

Uthmeier, Th. (2005). Saving the stock to be prepared for the unexpected – transformation of raw material at the Middle Palaeolithic site of Kabazi II, Level V/1. In V. P. Chabai, J. Richter & Th. Uthmeier (Hrsg.), Kabazi II: Last Interglacial occupation, environment and subsistence (S. 133-154). Simferopol: Shlyakh. PDF

Uthmeier, Th. (2005). Transformation analysis of Kabazi II, Levels V/2 and V/2A. In V. P. Chabai, J. Richter & T. Uthmeier (Hrsg.), Kabazi II: Last Interglacial occupation, environment and subsistence (S. 155-164). Simferopol: Shlyakh. PDF

Uthmeier, Th. (2005). Carefully planned or confronted with the unknown? Transformation of raw material at the Middle Palaeolithic site of Kabazi II, Level V/3. In V. P. Chabai, J. Richter & Th. Uthmeier (Hrsg.), Kabazi II: Last Interglacial occupation, environment and subsistence (S. 165-180). Simferopol: Shlyakh. PDF

Uthmeier, Th. & Richter, J. (2005). Transformation analysis of Kabazi II, Levels VI/11-14. In V. P. Chabai, J. Richter & Th. Uthmeier (Hrsg.), Kabazi II: Last Interglacial occupation, environment and subsistence (S. 227-256). Simferopol: Shlyakh. PDF

2004

Uthmeier, Th. (2004). New methods in the analysis of Crimean Middle Paleolithic stone tools assemblages: flint nodules, transformation analysis and the reconstruction of on-site and off-site Neanderthal activities. In Y. E. Demidenko (Hrsg.), Buran-Kaya III rock shelter, layer B – the elaton find complex for Kiik-Koba type industry of Crimean Micoquian Tradition: Complex analysis of flint artifacts (S. 89-108). Simferopol: Shlyakh. (in Russisch)

 

Artikel und Beiträge (nicht peer-reviewed)

2013

Demidenko, Y. & Uthmeier, Th. (2013). Introduction. In: Demidenko, Y. E. & Uthmeier, Th., Kiik-Koba Grotto, Crimea (Ukraine): Re-analysis of a key site of the Crimeqan Micoquian (Kölner Studien zur Prähistorischen Archäologie 3). Rahden: Leidorf, 9-14.

Uthmeier, Th. (2013). From Transformation Analysis to Land Use Pattern: The Original Assemblage of layer IV from Kiik Koba Grotto and the Crimean Micoquian.In: Demidenko, Y. E. & Uthmeier, Th., Kiik-Koba Grotto, Crimea (Ukraine): Re-analysis of a key site of the Crimeqan Micoquian (Kölner Studien zur Prähistorischen Archäologie 3). Rahden: Leidorf, 129-160

Demidenko, Y. & Uthmeier, Th. (2013). Kiik-Koba Grotto, Micoquian Layer IV Re-Analysis. In: Demidenko, Y. E. & Uthmeier, Th., Kiik-Koba Grotto, Crimea (Ukraine): Re-analysis of a key site of the Crimeqan Micoquian (Kölner Studien zur Prähistorischen Archäologie 3). Rahden: Leidorf, 173-181

Uthmeier, Th. (2013). More news from Neanderthal kids: Formal teaching of flint knapping at Kabazi II, Crimea (Urkaine) and its implication for the demographic structure of Middle Paleolithic intimate groups. In S. Feldmann & Th. Uthmeier (Hrsg.), Gedankenschleifen. Gedenkschrift für Wolfgang Weißmüller. (Erlanger Studien zur Prähistorischen Archäologie 1) (S. 229-252). Büchenbach: Dr. Faustus.

Ewersen, J. Uthmeier, Th. & A. Dirian (2013). Die Jagd auf den Wolf oder mit dem Wolf auf Jagd? Archäozoologische Untersuchungen an der Gravettien-Freilandfundstelle auf der Napoleonshöhe bei Regensburg. Beiträge zur Archäologie in der Oberpfalz und in Regensburg 10, 9-32.

Ewersen, J., Uthmeier, Th. & Dirian, A. (2013). Mit dem Wolf auf die Jagd? Archäozoologische Untersuchungen an einem 34.000 Jahre alten Lagerplatz auf der Napoleonshöhe bei Regensburg. Bayerische Archäologie, 3, 38.

Uthmeier, Th. (2013). Homo sapiens an der Donau. Der Keilberg bei Regensburg und die früheste Einwanderung des modernen Menschen ach Europa. Bayerische Archäologie, 3, 31.

Uthmeier, Th. (2013). Alltag eiszeitlicher Jäger und Sammler auf der Fränkischen Alb. Bayerische Archäologie, 3, 46.

2012

Uthmeier, Th. (2012). The Transition from Middle- to Upper Palaeolithic at Buran Kaya III, Crimea (Ukraine): a case of conceptual continuity of lithic artefact manufacture?“. In A. Pastoors & M. Peresani (Hrsg.), Flakes not Blades: The Role of Flake Production at the Onset of the Upper Palaeolithic. (Wissenschaftliche Schriften des Neanderthal Museums 5) (S. 239-260). Mettmann: Neanderthal Museum.

Uthmeier, Th. (2012). Früh-jungpaläolithische Grundformerzeugung in Europa. In H. Floss (Hrsg.), Steinartefakte vom Altpaläolithikum bis in die Neuzeit (S.327-340). Tübingen: Kerns.

Uthmeier, Th., Züchner, C., Rathgeber, T., Reisch, L., Steguweit, L. & Rind, M.M. (2012). Exkursion C: Archäologie im Altmühltal/Archaeology of the Altmühl Valley. In L. Zöller & A. Peterek (Hrsg.), From Paleozoic to Quaternary: A field trip from the Franconian Alb to Bohemia (S.41-52). Greifswald: Geozon Science Media.

Uthmeier, Th. & Richter, J. (2012). Die Ausgrabungen der Universität zu Köln an der Magdalénien-Freilandfundstelle Bad Kösen-Lengefeld: Ein Vorbericht. In H. Meller (Hrsg.), Zusammengegraben – Kooperationsprojekte in Sachsen-Anhalt. Tagung vom 17. bis 20. Mai 2009 im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) (Archäologie in Sachsen-Anhalt, Sonderband 16) (S.27-39). Halle: Landesmuseum für Vorgeschichte.

2010

Uthmeier, Th. (2010). Die Magdalénien-Freilandfundstelle Bad Kösen-Lengefeld im Saaletal (Sachsen-Anhalt). In Hugo Obermaier-Gesellschaft für Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit e.V. (Hrsg.), 52. Jahrestagung in Leipzig 6. – 10. April 2010 (S. 85-89). Erlangen: Hugo Obermaier-Gesellschaft für Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit e.V.

Uthmeier, Th. (2010). Altsteinzeitforschung und Tagebau: Fragestellung, Methoden und Perspektiven. In J. Kunow (Hrsg.), Entwicklung von Kultur, Umwelt und Landschaft als Thema der Braunkohlenarchäologie. Kolloquium Brauweiler 2006. (Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 21) (S. 13-18). Weilerswist: Liebe.

Uthmeier, Th. & Kels, H. (2010). Paläolithische Fundkomplexe in den Lössdeckschichten des Tagebaus Garzweiler – Ergebnisse einer geoarchäologischen Prospektion. In J. Kunow (Hrsg.), Entwicklung von Kultur, Umwelt und Landschaft als Thema der Braunkohlenarchäologie. Kolloquium Brauweiler 2006. (Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 21) (S. 19-24). Weilerswist: Liebe.

2009

Kels, H. Lehmkuhl, F. Richter, J. Sitlivy, V. & Uthmeier,Th. (2009). Collaborative Research Centre 806: „Our Way To Europe“ – Forthcoming geoarchaeological research in Romanian Banat. In S. B. Markovic, L. Zöller, I. Smalley & U. Hambach (Hrsg.), International conference on Loess Research, Loessfest ´09 (S. 95-96). Novi Sad.

2007

Uthmeier, Th. (2007). Mammutkeil. In S. Gaudzinski-Windheuser, R. Höfer & O. Jöris (Hrsg.), Wie bunt war die Vergangenheit wirklich? Ganz Alt – die Archäologie des Eiszeitalters. (S.46-50). Mainz: Römisch-Germanisches Zentralmuseum.

2006

Uthmeier, Th. (2006). Am Ufer lauert der Tod – Jagdplätze des Neandertalers in der niederrheinischen Bucht. Ergebnisse einer archäologischen Prospektion der Abbaukanten im rheinischen Braunkohlenrevier. In G. Uelsberg (Hrsg.), Roots – Wurzeln der Menschheit. Katalog-Handbuch zur Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Bonn (S.167-186). Bonn: Rheinisches Landes-Museum.

Uthmeier, Th. (2006). Triumph über die Natur? Zum Bild vom Neandertaler als Elefantenjäger. Archäologische Informationen, 29 (1&2), 17-34.

2005

Uthmeier, Th. (2005). Späte Neandertaler auf der Krim. Archäologie in Deutschland, 6, 62-67.

2004

Uthmeier, Th. (2004). Transformation Analysis and the Reconstruction of On-Site and Off-Site Activities: Methodological Remarks. In V. P. Chabai, K. Monigal & A. E. Marks (Hrsg.), The Middle Paleolithic and Early Upper Paleolithic of Eastern Crimea: The Paleolithic of Crimea III. (Etudes et recherches archéologiques de l’Université de Liège 104) (S.175-191). Liège: Université de Liège.

Uthmeier, Th. (2004). Plannig Depth and Saiga Hunting: On-Site and Off-Site Activities of Late Neandertals in Level B1 of Buran-Kaya III. In V. P. Chabai, K. Monigal & A. E. Marks (Hrsg.), The Middle Paleolithic and Early Upper Paleolithic of Eastern Crimea: The Paleolithic of Crimea III. (Etudes et recherches archéologiques de l’Université de Liège 104) (S.193-231). Liège: Université de Liège.

Uthmeier, Th. (2004). Small is informative: Kabazi II, Unit V and the settlement system of the first Neanderthals on the Crimean Peninsula, Ukraine. Archaeological Almanac, 16, 75-98. (in Russisch)

2002

Uthmeier, Th. (2002). Aurignacian, Modern man and the Transition from the Middle to the Upper Paleolithic in Northern Eurasia: A Central European Approach. Archaeology, Ethnology and Anthropology of Eurasia, 9, 80-92. (in Englisch und Russisch)

Chabai, V.P., Richter, J., Uthmeier, Th. & Yevtushenko, A.I. (2002). Neue Forschungen zum Mittelpaläolithikum auf der Krim. Germania, 80 (2), 441-473.

2001

Jenter, S., Päffgen, B. & Uthmeier, Th. (2001). Vom Hörsaal auf den Acker – Prospektionspraktikum im Braunkohlengebiet. Archäologie im Rheinland, 2000, 151-152.

Uthmeier, Th. (2001). Vom Sammelfund zum Werkzeugsatz – Rohmaterialeinheiten im Aurignacien der Freilandfundstelle Keilberg-Kirche, Stadt Regensburg (Bayern). In B. Gehlen, M. Heinen & A. Tillmann (Hrsg.), Zeit – Räume. Gedenkschrift für Wolfgang Taute (Archäologische Berichte 14) (S.77-101). Bonn: Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte.

2000

Böhner, U. & Uthmeier, Th. (2000). Archäologische Prospektion der Abbaukanten im Tagebau Garzweiler. Archäologie im Rheinland, 1999, 37-38.

Uthmeier, Th. (2000). Stone tools, „time of activity“, and the transition from the Middle to the Upper Palaeolithic in Bavaria (Germany). In J. Orschiedt & G.-C. Weniger (Hrsg.), Neanderthals and modern humans – discussing the transition: Central and Eastern Europe from 50.000 – 30.000 B.P. (Wissenschaftliche Schriften des Neanderthal Museums 2) (S.133-150). Mettmann: Neanderthal Museum.

Bosinski, G., Baales, M., Jöris, O., Street, M. & Uthmeier, Th. (2000). Arbeiten zum Paläolithikum und Mesolithikum in Nordrhein-Westfalen. In H. G. Horn, H. Hellenkemper, G. Isenberg & H. Koschick (Hrsg.), Fundort Nordrhein- Westfalen. Millionen Jahre Geschichte: Begleitbuch zur Landesausstellung Fundort Nordrhein-Westfalen, Millionen Jahre Geschichte, Köln, Römisch-Germanisches Museum, 17. März bis 27. August 2000; Münster, Westfälisches Museum für Archäologie, 12. November 2000 bis 11. März 2001; Nijmegen, Museum Het Valkhof, Mai bis August 2001 (S.91-102). Mainz: von Zabern.

1998

Uthmeier, Th. (1998). Funde aus der Zeit des Neandertalers aus dem Tagebau Garzweiler-Süd. Ausgrabungen im Rheinland, 1997, 18-20.

1996

Uthmeier, Th. (1996). Ein bemerkenswert frühes Inventar des Aurignacien von der Freilandfundstelle Keilberg-Kirche bei Regensburg. Archäologisches Korrespondenzblatt, 26, 233-248.

1993

Uthmeier, Th. (1993). Die 34. Tagung der Hugo-Obermaier-Gesellschaft in Hannover 1992 mit Exkursion in das Hannoversche Wendtland und südliche Harzvorland. Quartär: Internationales Jahrbuch zur Eiszeitalter- und Steinzeitforschung, 43/44, 215-235.

Rezensionen

Uthmeier, Th. (2010). Rezension zu: H. Parzinger, Die frühen Völker Eurasiens. Vom Neolithikum zum Mittelalter. [Besprechung des Buches Die frühen Völker Eurasiens. Vom Neolithikum zum Mittelalter von H. Parzinger] Francia-Recensio, 4.

Uthmeier, Th. (2007). Doppelrezension [Besprechung des Buches Die 101 wichtigsten Fragen: Urzeit, von F. Schrenk & S. Müller und Die Steinzeit von A. Bick]. Abenteuer Archäologie, 1, 96.