22. April 2015: Olaf Jöris & Sabine Gaudzinski-Windheuser: Frauenbilder der Altsteinzeit — Stile und Botschaften

joerisDarstellungen von Frauen stellen einen bedeutenden Teil im Corpus altsteinzeitlicher Kunst. Sie zeugen von der Selbstwahrnehmung des Menschen und der Auseinandersetzung mit der Frage nach seinem Platz in der Welt. Doch wurden in der Geschichte der Forschung zumeist recht stereotype Deutungen und Interpretationen der Frauendarstellungen der Altsteinzeit vorgelegt, die der beachtlichen Heterogenität der Abbildungen und Stile nicht gerecht werden. Während einige Darstellungen als mitunter recht detailgetreue Abbilder zu verstehen sind, galten andere Darstellungskonventionen unzweifelhaft der symbolhaften Vermittelung komplexer Inhalte und Botschaften. Der „Erfindung des Symbols“ kommt damit als „sozialer Kittmasse“ eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu: Und nicht zuletzt scheint auch der Erfolg der späteiszeitlichen Expansion im späten Magdalénien über ganz West- und Mitteleuropa wesentlich von Symbolen mitgetragen zu sein.

Interdisziplinärer Campustag am Freitag den 17. April 2015

Geoinformationssysteme helfen dabei, räumliche Informationen mit zusätlichen Daten zu verschneiden und zu analysieren. Einen Einblick in die Anwendungsgebiete von GIS konnten Studierende der Physischen Geographie und Kulturgeographie sowie der Archäologischen Wissenschaften der Universität Erlangen-Nürnberg beim diesjährigen ESRI-Campustag gewinnen.
Vormittags wurden in kurzen Vorträgen laufende und abgeschlossene Projekte aus den verschiedenen Disziplinen vorgestellt. Anschließend gab es Gelegenheit  sich bei ein paar Snacks und Kaffee auszutauschen. Der zweite Teil der Veranstaltung war den Workshops vorbehalten, die innhaltlich vom allgemeinen Umgang mit GIS-Software bis zum speziellen Gebrauch einzelner Funktionen reichten und auch sonst breit gefächert waren.

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Projektbeginn: Diachrone Landschaftsarchäologie in Hunsrück und Eifel

Prof. Dr. Doris Mischka, Dr. Dr. Axel von Berg und Dr. Peter Henrich

Diachrone Landschaftsarchäologie in Hunsrück und Eifel – Ende 2014 konnte ein Kooperationsprojekt zwischen dem Institut und der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz zur Erforschung ausgewählter Kleinregionen in Hunsrück und Eifel geschlossen werden. Ziel ist es, in drei Feldmaßnahmen von jeweils zwei Wochen im Frühjahr und im Herbst 2015 und im Frühjahr 2016 im Rahmen der Ausbildung zur Gradiometerprospektion sowie in tachymetrischer und DGPS-Vermessung gezielt archäologische Verdachtsflächen zu prospektieren.

Vom 29.03.-11.04.2015 fand die erste Feldmaßnahme im Hunsrück in der Nähe von Zell an der Mosel statt. Um die Ortschaften Altlay und Briedeler Heck (LKR. Cochem-Zell) konnten dabei trotz der bereits weit fortgeschrittenen Bestellung der Felder insgesamt acht verschiedene zumeist römische, aber auch frühmittelalterliche Fundstellen prospektiert werden. Dabei bekamen nicht nur die Studenten eine intensive Einführung in die Durchführung von Gradiometerprospektionen sowie die dafür notwendigen technischen Geräte. Die Maßnahme zeigte mit einigen überraschend klaren Befunden auch das archäologische Potential der Region. Für den Herbst ist eine Fortführung der Maßnahmen, dann auch unter einbeziehung der ur- und frühgeschichtlichen Fundstellen geplant, die sich in diesem Frühjahr aufgrund eingesähter Felder nicht zu begehen waren.

Seit 15.12.2014 – voraussichtlich 30.09.2016, Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der FAU und der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Direktion Landesarchäologie, Koblenz

 

Einige Arbeitsbilder:

 

 

Projektkampagne: Diachrone Landschaftsarchäologie im Spätneolithikum und in der Kupferzeit in der Moldau (Modova), Rumänien

Diachrone Landschaftsarchäologie im Spätneolithikum und in der Kupferzeit in der Moldau (Modova), Rumänien, Prof. Dr. Doris Mischka und Dr. Carsten Mischka

Bericht über Prospektionskampagne 22. Februar bis 24.März 2015 von Carsten Mischka:

Rückkehr nach erfolgreicher Rumänien-Kampagne
Der Vorbereitung neuer Ausgrabungs- und Forschungsprojekte in Rumänien diente die mehr als vierwöchige Prospektionskampagne eines Teams des Institutes für Ur- und Frühgeschichte in diesem Februar und März. Dr. Carsten Mischka und die Studenten Imren Tasimova, Merlin Hattermann und Andreas Niessner konnten im Laufe dieser Reise mit dem institutseigenen Gradiometer erfolgreich Begehungen auf neun Fundplätzen in der Moldau, der Dobrudscha sowie in Transsylvanien durchführen. Dies geschah in Kooperation mit Kollegen des Instituts für Archäologie Iași sowie des Historischen und Archäologischen Museums Piatra Neamț, des Iulian Antonescu-Museums in Bacău, des Institutes für Archäologie der Universität „1. Dezember“ in Alba Iulia sowie des Transsilvanischen Nationalmuseums für Geschichte in Cluj.

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Digital Humanities Lehrveranstaltungen Sommersemester 2015

Schlüsselqualifikationen
Schlüsselqualifikationen sollen nicht in den eigentlichen Studienfächern erbracht werden. Häufig werden Sprachkurse als Schlüsselqualifikation belegt. Eine weitere sinnvolle Fachergänzung kann durch den Besuch von Lehrveranstaltungen zu Digital Humanities im Sommersemester 2015 erworben werden. Es wird empfohlen, sich vorher bei der Kursleitung und bei den Studiengangsbetreuern über die Anrechenbarkeit zu informieren.

Infoabend am 11. Februar 2015 im Melanchton-Gymnasium

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Die Schüler des Melanchton-Gymnasiums in Nürnberg wünschten sich für ihren Infoabend ein paar Archäologen aus unserer Universität, um einen kleinen Einblick ins Studium und dem späteren Berufsleben zu erhaschen. Drei Studierende erklärten in einem lockeren Vortrag zunächst, was überhaupt Archäologie ist, im Gegensatz zum unvollständigem Bild, welches oft in den Medien vermittelt wird.
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