Crashkurs Steinwerkzeuge

Flintmetzprofi Dr. Robert Graf präsentierte in einem von Studenten des Instituts organisierten und vom Förderverein der Ur- und Frühgeschichtlichen Sammlung des Instituts finanzierten Workshop die Grundlagen der Steinwerkzeugherstellung. Seit langem zählt Graf zu den Besten und Erfahrensten seiner Branche, weshalb die Veranstaltung für alle als Highlight erlebt wurde.
Die zwölf Teilnehmer bekamen eine theoretische und praktische Einführung in die Weiterlesen

Einführungsveranstaltungen Wintersemester 2014/15

Die Einführungsveranstaltung für Erstsemester im Studiengang Archäologische Wissenschaften findet am 06.10.2014 von 10:00 bis 11:00 in der Gipsabgußsammlung, im Kellergeschoss der Kochstraße 4 statt.

Die Einführungsveranstaltung der Ur- und Frühgeschichte für die Lehrveranstaltungen im Wintersemester findet am 06.10.2014 von 14:00 bis 15:00h im Seminarraum des Instituts im zweiten Stock statt.

Bad Kösen-Lengefeld – Grabungskampagne 2014

Die diesjährige Grabungskampagne am Magdalénien-Freilandfundplatz Bad Kösen-Lengefeld (Naumburg/Saale) fand vom 11. August bis zum 12. September statt. Die 2008 begonnenen Arbeiten sind ein Gemeinschaftsprojekt der Institute für Ur- und Frühgeschichte der Universitäten Köln und Erlangen sowie des Landesamts für Denkmalpflege unBK_2014_Bef. 15d Archäologie Sachsen Anhalt. Das Projekt wird vom Heimatverein Saaleck sowie Bad Kösener Privatpersonen tatkräftig unterstützt und stieß auch in der Lokalpresse auf Interesse [zum Artikel]. Während der letzten Wochen konnte unter anderem eine besonders gut erhaltene Steinsetzung aus Kalkplatten und verbrannten Quarzgeröllen dokumentiert werden, zwischen denen neben Faunenresten auch Feuersteinartefakte lagen. Die aus dem ungewöhnlichen Befund geborgenen Sedimentproben sollen genauere Aufschlüsse zur Funktion dieser Struktur liefern.

Lehrgrabung in Eschlipp erfolgreich beendet

Arbeitsfoto vom 7.8.2014

Vom 21. Juli bis 15. August fand die Lehrgrabung des Instituts in der bandkeramischen Siedlung von Eschlipp statt. Neben einer zweitägigen Magnetometerprospektion zur Erfassung der Siedlungsgrenzen wurden zwei Sondageschnitte von 5 m x 30 m aufgebaggert und ausgegraben. Trotz jahrzehntelanger Überackerung waren Gruben und Pfostenlöcher noch zum Teil erhalten.
Seit 1978 liefert der Sammler Jörg Hähnel regelmäßige Steinartefakte und Keramikscherben in der Ur- und Frühgeschichtlichen Sammlung der FAU ab, die durch die Grabung nun besser eingeordnet werden können. Im Newsletter der FAU wurde im Anfang August über die Grabung berichtet.
Das Projekt wird durch den Sonderfonds der FAU Erlangen-Nürnberg gefördert.

Neuerscheinung

Buchneuerscheinung:
Unter dem Titel “Landscapes, Histories and Societies in the Northern European Neolithic” haben Martin Furholt, Martin Hinz, Doris Mischka, Gordon Noble, Deborah Olausson zwei Sessions der Tagung der EAA (European Association of Archaeologists), die im Herbst 2011 in Oslo stattfand, herausgegeben. Die Tagungsbeiträge sind als Buch in der Reihe “Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung” als Band Nummer 4, 2014 erschienen.

Cover FMSD 4, 2014

Prof. Dr. Klaus Schmidt verstorben

Traueranzeige Klaus Schmidt

Mit tiefer Trauer gibt das Institut für Ur- und Frühgeschichte den Tod von Prof. Dr. Klaus Schmidt bekannt.

kschmidt_1024Prof. Dr. Klaus Schmidt *11. Dezember 1953, † 20. Juli 2014

Klaus Schmidt, der sein Archäologiestudium zunächst an der FAU Erlangen-Nürnberg begonnen und dann mit einer Promotion bei Harald Hauptmann an der Universität Heidelberg erfolgreich abgeschlossen hat, ist einer breiten Öffentlichkeit vor allem durch seine Ausgrabungen am Göbekli Tepe bekannt geworden. Nachdem er die Bedeutung der Fundstelle als Tell früh-holozäner Wildbeuter erkannt hatte, begannen 1995 unter seiner Leitung die ersten Grabungen. Bis zu seinem Tod hat Klaus Schmidt die in Zusammenarbeit des Museums Şanlıurfa und der DAI – Abteilung Istanbul bzw. – seit 2001 – der Orient-Abteilung des DAI jährlich durchgeführten Feldforschungen und deren Auswertungen geleitet. Die monumentalen Steinkreise mit ihren Bilderpfeilern gelten als älteste Tempel der Menschheitsgeschichte, mit denen zugleich der folgenreiche Wechsel von einer wildbeuterischen zu einer ackerbäuerlichen Wirtschaftsweise eingeläutet wurde.

1999 wurde Klaus Schmidt mit einer Habilitationsschrift zum Thema “Funktionsanalyse der frühneolithischen Siedlung von Nevali Çori” an der FAU Erlangen-Nürnberg habilitiert und hatte seitdem die Lehrberechtigung für das Fach Ur- und Frühgeschichte inne. Der Vortrag seines Habilitationskolloquiums am 10. 5. 1999 trug den Titel “Die Altägyptische Reichseinigungszeit aus archäologischer Sicht”. Von 1999 bis 2007 war Klaus Schmidt Privatdozent an der FAU, seit 2007 Außerplanmäßiger Professor.

Prof. Dr. Klaus Schmidt starb für alle völlig unerwartet am 20. Juli 2014. Die Fachweilt verliert einen herausragenden Prähistoriker, dem sie die Entdeckung und Erforschung des Göbekli Tepe zu verdanken hat. Das Institut für Ur- und Frühgeschichte trauert darüber hinaus um einen hoch geschätzten Kollegen, der trotz seiner weltumspannenden Verpflichtungen seiner Alma Mater immer eng verbunden geblieben ist.